1. – 2. Sept. Bonn:
Internationale Deutsche Meisterschaften Masters

2. September 2017, Bonn

Medaillenflut für Bayern bei Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters

Mit 36 Masters-Athleten, darunter 22 Reiter, boten die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Vier-kampf und im Modernen Fünfkampf am vergangenen Wochenende in Bonn ein beeindruckendes Teilnehmer-feld auf. Die Teilnehmer aus Bayern konnten mit fünf ersten und einem dritten Platz in der nationalen Wertung einen herausragenden Erfolg einfahren.


Neben der großen Teilnehmerzahl beeindruckte insbesondere das sportliche Niveau beim nationalen Saisonhöhepunkt der Masters. Da das Laufen und Schießen ausschließlich als Laser-Run ausgetragen wurde – eine Disziplinkombination, die für manche Masters der höheren Altersklassen noch etwas ungewohnt ist – fanden sich auch neue Gesichter der Altersklassen 40+ und 50+ ein. So war während der beiden Wettkampftage nach manchen Richtungsdiskussionen der Vergangenheit ein überwiegend optimistischer, zukunftsorientierter Sportsgeist zu spüren.

Das Schwimmen und Fechten fand im Bonner Sportpark Nord statt. Dessen großartige Infrastruktur sowie seine Entfernung von lediglich 10 Autominuten zum Gestüt Aluta ergänzten sich zu Rahmenbedingungen nahe der Perfektion. Aufgrund der vielen Teilnehmer bildete die große Halle des Bundesstützpunkts Fechten mehr als 3 Stunden lang die Kulisse für die Gefechte der Vier- und Fünfkämpfer. Auch hier zeigte sich, dass das Degenfechten nichts von seiner Eleganz und Spannung verliert, selbst wenn es von Masters-Athleten höherer Altersklassen betrieben wird. Wer die Grundlagen in seiner Jugend gelegt hatte, überzeugte auch auf den Bonner Fechtbahnen.


Nach der kurzen Fahrt zum zweiten Hotspot des Wettkampfes stand zunächst das Springreiten an. Die hohe Anzahl von 22 Reitern brachte sogar das Gestüt Aluta an seine Grenzen, so dass der ausrichtende Landesverband NRW noch externe Springpferde hinzuzog. Obwohl der Parcours fair aber anspruchsvoll gestellt war und keiner der Teilnehmer die Maximalpunktzahl von 300 Punkten erreichte, konnten die Masters-Reiter mit viel Erfahrung im Umgang mit fremden Pferden und mit souveränen Leistungen im Parcours überzeugen.

Unmittelbar neben dem Reitplatz befand sich mit Start, Schießstand und Ziel das Epizentrum des Laser-Runs. Erstmals wurde der neue, von Rüdiger Menz konstruierte und realisierte Laser-Run-Schießstand des Landesverbandes NRW eingesetzt. Sein modulares Konzept und seine wohldurchdachten, pfiffigen Detaillösungen verdienen hohes Lob. Die Tatsache, dass die Anzeige-Tablets nicht funktionierten und damit die Athleten keine Rückmeldung über die Positionen ihrer Schüsse bekamen, trübte das Gesamtbild allerdings deutlich. Obwohl ein Vertreter des Ziele-Herstellers vor Ort war, gelang es nicht, den ordnungsgemäßen Funktionsumfang zu realisieren.

Dennoch konnte man auch beim Laser-Run teilweise überraschend gute Schießleistungen und spannende Positionskämpfe auf der um Reitplatz und Abreitplatz führenden Laufstrecke bestaunen.

Die Siegerehrung bei strahlender, jedoch bereits tief stehender Sonne nahm Michael Scharf persönlich vor. Als Präsident und höchster Repräsentant des Modernen Fünfkampfs in Deutschland wollte er damit wohl auch seinen Respekt gegenüber der Masters-Bewegung zum Ausdruck bringen.

 






 








 
 













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Die bayerischen Teilnehmer Matthias Bergner (Nürnberg, 5K, M40+), Gregor Olejarz (Wangen, 4K, M50+), Jürgen Priebe (Uffenheim, 4K, M60+), Anette Wade (Uffenheim, 4K, W50+) und Stephanie Sauer (Uffenheim, 5K, W60+) holen in ihren jeweiligen Wettkampfklassen die Goldmedaille bei der IDM der Masters in Bonn, Nicola Heckeberg (Wangen, 5K-, W40+) sichert sich die Bronzemedaille. Herzlichen Glückwunsch!